[Die Pflegeexperten] Kündigung des IWW-Kollegen Harald Stubbe nach Engagement gegen erschreckende Arbeitsbedingungen in der mobilen Pflege

Nach zweijähriger Arbeit beim mobilen Pflegedienst “Die Pflegeexperten” in Frankfurt am Main wird Harald Stubbe fristlos gekündigt. Der Kollege versucht bei dem 8 köpfigen Unternehmen einen Betriebsrat zu gründen, wurde dann aber mittels massiver, illegaler Behinderung und Drohungen durch die Geschäftsführung anschließend gekündigt. Das Vorgehen des Unternehmens ist für sich genommen bereits ein Skandal, steht jedoch auch stellvertretend für die Praktiken in der Branche. So berichtet Harald Stubbe: “Ich habe Windeln gewechselt, habe Insulin und Klexan oder Marcumar gespritzt, habe Verbände gewechselt und Wundversorgung gemacht. Künstliche Ernährung angelegt und Medikamente in eine Magensonde gespritzt oder die Beutel an künstlichen Darmausgängen gewechselt. Einiges hab ich mir aus YouTube-Videos angelernt.” Weiterlesen

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Zwei neue Interviews mit der IWW

A) Zum Organizing der IWW Rostock in einem Callcenter in Rostock.

So sollten Beschäftigte vor Weihnachten gekündigt werden. Wir haben uns selber als Presse ausgegeben und um ein Interview mit der Geschäftsführung gebeten. Darauf wurden die Kündigungen zurückgezogen. Direkte Aktionen sind häufig kleine Sachen, die oft in der Anonymität ablaufen.

Weiterlesen bei der SoZ Online

B) Über die Ortsgruppe Wien und ihre Beschreibung der IWW im deutschsprachigen Raum und der Entwicklung in Österreich.

Die IWW interessiert nicht, welchen Reisepass oder welche Nationalität du hast. Es gab immer wieder Gerichtsverhandlungen gegen Wobblies, bei denen diese auf die Frage, welcher Nationalität sie angehören geantwortet haben: keiner. Dieser Grundgedanke drückt sich auch in unserem Gewerkschaftsverständnis aus. Eine Gewerkschaft sind KollegInnen dann, wenn sich zwei oder mehr zusammenschließen, um das Machtverhältnis am Arbeitsplatz zu verändern.

Weiterlesen beim Lowerclass Magazine

2016: Zehn Jahre IWW im deutschsprachigen Raum | 2016: Ten Years of IWW in the German Language Area

Im Jahr 2016 feiert die IWW im deutschsprachigen Raum ihr zehnjähriges Jubiläum seit Wiedergründung nach dem zweiten Weltkrieg. In der aktuellen Ausgabe der IWW Zeitung »Industrial Worker« erschien nun ein erster Artikel über die aktuellen Entwicklungen und Schwierigkeiten der letzten Jahre. Der Artikel ist vorerst nur auf Englisch erhältlich. Im Laufe des Jahres werden aber sicherlich noch Artikel auf Deutsch erscheinen. Read the Article in English.

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Neue Broschüre: »Solidarische Netzwerke« Ein Leitfaden

Gemeinsame Publikation von »Zweiter Mai« und »IWW Frankfurt am Main«

In den nächsten Jahren können wir uns sicher sein, dass wir es mit einer Vielzahl an neuen – oder wieder verstärkten Konfliktlinien zu tun haben werden. Im Zuge der aktuellen Flüchtlingsströme wird sich zeigen, ob wir als (radikale) Linke auf die Neuzusammensetzung der bundesrepublikanischen und europäischen Bevölkerung mit einer Verbindung der Kämpfe und Erfahrungshintergründe reagieren können. Die Ideen des hier vorgestellten Netzwerks können uns helfen, Kämpfe in den Betrieben, den Unterkünften und Mietshäusern, auf dem Jobcenter, in der unbezahlten Sorgearbeit u. v. m. entlang der Linien von Klassenverhältnissen, Sexismus und Rassismus zu führen und die Spaltungen zurückzudrängen. Mit dem Verweis auf angebliche „Integration“ wird von Regierungs- und Kapitalseite weiter versucht werden die Löhne zu senken und der Druck auf die Belegschaften weiter zu steigern. Menschen werden Wohnungen und Unterkünfte zugeteilt – dagegen entstehen rassistische Mobilisierungen. Tägliche sexualisierte Gewalt gegen Frauen wird nur dann kritisiert, wenn angeblich oder tatsächlich, männliche, nicht-weiße Geflüchtete oder Migranten die Täter sind. Die Reaktion von bürgerlicher und rechter Seite ist in der Regel der rassistische „Kampf der Kulturen“.

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»Direct Unionism« – Strategie für erfolgreiche Basisgewerkschaften auf der Höhe der Zeit

„Eine Empfehlung für alle aktiven Kolleginnen und Kollegen unter uns, die im Praxisdschungel nicht die Orientierung verlieren wollen.“

Frieda Heumann, Bildungsarbeiterin und Organizerin der IWW, Berlin

Unter dem Titel: »Direct Unionism« – Strategie für erfolgreiche Basisgewerkschaften auf der Höhe der Zeit“ hat die Ortsgruppe Frankfurt am Main, der weltweiten Basisgewerkschaft Industrial Workers of the World, ein Diskussionspapier über die erfolgreiche Zukunft von Basisgewerkschaften im deutschsprachigen Raum herausgegeben.

Dieses Diskussionspapier entwirft eine Vision davon, wie ArbeiterInnen zurückschlagen können. Eine Vision von der wir hoffen, dass sie eine breitere Diskussion entfachen wird. »Direct Unionism« beschreibt deutlich und offensiv was es heißt Macht am Arbeitsplatz auf der Basis kollektiver direkter Aktionen aufzubauen, mehr noch als Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen abzuschließen.

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„Ich bin überhaupt nicht schlecht gelaunt, wenn ich an die Zukunft denke.“

Ein Gespräch zwischen der Antifa Kritik & Klassenkampf (akk), Heiner Köhnen vom Netzwerk transnational informations exchange germany (tie) und Mark Richter von den Industrial Workers of the World (IWW) Frankfurt a.M. über Probleme und Potentiale basisgewerkschaftlicher Organisierung heute.

Erschienen auf Labournet: http://www.labournet.de/politik/gw/kampf/kampf-all/ich-bin-ueberhaupt-nicht-schlecht-gelaunt-wenn-ich-an-die-zukunft-denke/

Aufruf: Helft den Geflüchteten auf dem Mittelmeer! Call for Action: Help Refugees on the Mediterranean Sea! | Mai 2015/ May 2015

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Fellow Worker,   
wie ihr in den letzten Wochen vielleicht mitbekommen habt, sind die Tode an den EU-Außengrenzen gerade wieder auf einem Höhepunkt. Viele Menschen müssen verstärkt aus den Kriegs- und Elendsgebieten im Nahen Osten und in Afrika flüchten. Gleichzeitig werden die EU-Außengrenzen noch brutaler abgeschottet. Dagegen gibt es in ganz Europa Widerstand, der sich zunehmend vernetzt. Wobblies hier in einigen deutschen Städten sehen uns als Teil dieses gesamteuropäischen Widerstandes und fordern euch auf, ebenfalls mitzumachen, soweit euch das möglich ist.
In verschiedenen Regionen gibt es GenossInnen, die versuchen, den Migranten und Migrantinnen zu helfen. Die meisten der Flüchtenden werden sich als niedrig bezahlte Arbeiter_innen, als prekäre Arbeitskräfte auf den europäischen Arbeitsmärkten wiederfinden. Ihr Kampf ums Überleben und ein würdiges Leben hier in Europa wird Teil unserer Anstrengungen als Wobblies sein. Wir werden sie in unseren Reihen herzlich begrüßen. Jetzt sind aber viele Migranten und Migrantinnen in Gefahr. Im Notfall wollen wir Ihnen auch auf der schwierigen Seereise im Mittelmeer solidarisch zur Seite stehen. 

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