Neue Broschüre: »Solidarische Netzwerke« Ein Leitfaden

Gemeinsame Publikation von »Zweiter Mai« und »IWW Frankfurt am Main«

In den nächsten Jahren können wir uns sicher sein, dass wir es mit einer Vielzahl an neuen – oder wieder verstärkten Konfliktlinien zu tun haben werden. Im Zuge der aktuellen Flüchtlingsströme wird sich zeigen, ob wir als (radikale) Linke auf die Neuzusammensetzung der bundesrepublikanischen und europäischen Bevölkerung mit einer Verbindung der Kämpfe und Erfahrungshintergründe reagieren können. Die Ideen des hier vorgestellten Netzwerks können uns helfen, Kämpfe in den Betrieben, den Unterkünften und Mietshäusern, auf dem Jobcenter, in der unbezahlten Sorgearbeit u. v. m. entlang der Linien von Klassenverhältnissen, Sexismus und Rassismus zu führen und die Spaltungen zurückzudrängen. Mit dem Verweis auf angebliche „Integration“ wird von Regierungs- und Kapitalseite weiter versucht werden die Löhne zu senken und der Druck auf die Belegschaften weiter zu steigern. Menschen werden Wohnungen und Unterkünfte zugeteilt – dagegen entstehen rassistische Mobilisierungen. Tägliche sexualisierte Gewalt gegen Frauen wird nur dann kritisiert, wenn angeblich oder tatsächlich, männliche, nicht-weiße Geflüchtete oder Migranten die Täter sind. Die Reaktion von bürgerlicher und rechter Seite ist in der Regel der rassistische „Kampf der Kulturen“.

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Aufruf: Helft den Geflüchteten auf dem Mittelmeer! Call for Action: Help Refugees on the Mediterranean Sea! | Mai 2015/ May 2015

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Fellow Worker,   
wie ihr in den letzten Wochen vielleicht mitbekommen habt, sind die Tode an den EU-Außengrenzen gerade wieder auf einem Höhepunkt. Viele Menschen müssen verstärkt aus den Kriegs- und Elendsgebieten im Nahen Osten und in Afrika flüchten. Gleichzeitig werden die EU-Außengrenzen noch brutaler abgeschottet. Dagegen gibt es in ganz Europa Widerstand, der sich zunehmend vernetzt. Wobblies hier in einigen deutschen Städten sehen uns als Teil dieses gesamteuropäischen Widerstandes und fordern euch auf, ebenfalls mitzumachen, soweit euch das möglich ist.
In verschiedenen Regionen gibt es GenossInnen, die versuchen, den Migranten und Migrantinnen zu helfen. Die meisten der Flüchtenden werden sich als niedrig bezahlte Arbeiter_innen, als prekäre Arbeitskräfte auf den europäischen Arbeitsmärkten wiederfinden. Ihr Kampf ums Überleben und ein würdiges Leben hier in Europa wird Teil unserer Anstrengungen als Wobblies sein. Wir werden sie in unseren Reihen herzlich begrüßen. Jetzt sind aber viele Migranten und Migrantinnen in Gefahr. Im Notfall wollen wir Ihnen auch auf der schwierigen Seereise im Mittelmeer solidarisch zur Seite stehen. 

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